Vegan auf dem Balkan V: Republik Moldau und Transnistrien

So spannend ich die Reise in die Republik Moldau und nach Transnistrien fand, rein kulinarisch gesehen war es eher eine Durststrecke. Wenn man nach veganem Essen fragt, wird einem dort gerne ein Fischgericht oder ein Omelett empfohlen. Am einfachsten, etwas essbaren zu finden, war es ausgerechnet an einem sehr skurrilen Ort…

Vegan? Jeder, den ich in Chișinău nach einem Tipp frage, schüttelt den Kopf. Das sei hier schwierig. Ich soll einfach in ein Restaurant gehen und bitten, sie mögen mir etwas Veganes zubereiten. Allerdings weiß nicht jeder Kellner etwas mit dem Begriff „vegan“ anzufangen. Schließlich bekomme ich im „Pizza Sushi Wok“ gebratenes Gemüse und Buchweizen-Nudeln. Im Star-Kebab, einer Fast-Food-Kette, esse ich die obligatorische Falafel. Ich fürchte, ich werde daheim erstmal eine Falafel- und Burger-Pause einlegen müssen. Davon hatte ich in den letzten Wochen definitiv zu viel! Denn auch in Tiraspol, der Hauptstadt des de-facto-Staates Transnistrien treibt es mich mangels Alternative in einen Döner-Laden, der Falafel auf der Speisekarte hat. Interessanterweise heißt Falafel hier: fünf Falafel-Bällchen – und fertig! In Bendery, der zweitgrößten Stadt Transnistriens, gehe ich aus Neugier in die Milchbar „UdSSR“. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Lenin und Marx grüßen von der Wand. Und auch die Unfreundlichkeit der Kassiererin passt perfekt ins Bild. Hier kann ich wählen zwischen mehreren Salaten, die mehr oder weniger aus Versehen vegan sind. Ich genieße mein Essen wie selten…